Überarbeitete Neuauflage März 2013!


Leseprobe

Kapitel 1

Colorado Plateau
»Unglaublich!« Samantha Dyson kniete im Sand und beugte sich vor, bis ihre Nase fast den Boden des versteinerten ehemaligen Flussbetts berührte. Mit einem weichen, dicken Pinsel entfernte sie vorsichtig weitere Sandkörner. Schließlich richtete sie sich triumphierend auf. Sie hatte es gefunden! Vor ihr lagen die über 145 Millionen Jahre alten Überreste eines aus der Jurazeit stammenden gewaltigen Raubsauriers. Zumindest der Kopf davon war vorhanden, was mit dem Rest des Körpers war, würde sie bei weiteren Grabungen feststellen müssen. Aber auch so war es ein riesiger Erfolg für sie.
    Eigentlich hatte sie nicht damit gerechnet, hier in der Morrison Formation auf dem Colorado Plateau wirklich etwas zu finden. Vielmehr hatte sie die Gelegenheit ergriffen, aus ihrem Kellerverlies in der Universität von Utah herauszukommen. Dieser Feldtrip war zudem der einzige Weg gewesen, den immer aufdringlicher werdenden Annäherungsversuchen ihres Vorgesetzten zu entkommen. Denn eines wusste sie ganz sicher: Der ehrenwerte Professor Charles Marsh jr. würde seine manikürten Hände bestimmt nicht in den Sand stecken, um seine Studienobjekte selbst zu bergen. Er hatte versucht, das Ganze zu boykottieren, indem er ihr keinen der Studenten als Helfer zuteilte. Doch damit hatte er ihr die Sache eher noch schmackhafter gemacht, denn sie arbeitete sowieso am liebsten alleine. Obwohl sie sich nach beinahe einem Monat in der kargen Umgebung mittlerweile über ein wenig Gesellschaft gefreut hätte. Vor allem jetzt, da sie ihren ersten eigenen großen Fund vor sich liegen sah.
    Geschmeidig erhob sie sich und blickte auf den im Sandstein eingebetteten Schädel hinunter. Ihr Saurier! Freudig klopfte ihr Herz, als sie sich auf den beschwerlichen Weg zum Zelt machte, um ihre Sofortbildkamera zu holen. Jeder Quadrat-zentimeter der Fundstelle musste genauestens dokumentiert werden, bevor sie weitergraben konnte. Mit sicheren Schritten kletterte sie schnell aus der Spalte heraus, auf deren Boden sie das versteinerte Skelett gefunden hatte. Oben angekommen blickte Sam abschätzend zum Himmel. Die Sonne stand bereits bedrohlich tief über den graugrünen Felsen der Morrison Formation und brachte die roten und purpurfarbenen Bänder in ihnen zum Leuchten. Sam atmete tief die trockene Luft ein und fühlte, wie der Friede und die Schönheit der Landschaft sie durchströmten. Manche Menschen fanden die Gegend hier einfach nur trocken und grau, mit einem Wort: langweilig. Doch für Samantha war sie etwas völlig anderes. Wenn sie die Felsformationen anblickte, sah sie im Geiste, wie sich die Landschaft im Laufe der Jahrmillionen verwandelt hatte: von einem weiten Tal mit Flüssen und Seen, vielfältiger Flora und Fauna in diese aufgetürmten, bunten Felsen aus Sedimentgestein. Andere Flüsse wie der Colorado River hatten sich gebildet und in Millionen von Jahren durch das Colorado Plateau gegraben. Tiefe Canyons, darunter auch der bekannte Grand Canyon, waren entstanden.
    Ein kühler Windstoß fuhr durch Sams kurze, braune Haare und holte sie aus ihren Träumereien wieder in die Gegenwart zurück. Seufzend blickte sie noch einmal nach unten, bevor sie den kurzen Weg zu ihrem Zelt ging. Das Abtransportieren der Knochen würde einigen Aufwand erfordern, wahrscheinlich musste sie dafür Hilfe anfordern. Sicher war es dann bald nicht mehr ihr eigener Fund: Ihr Chef würde jeglichen Ruhm für sich beanspruchen.
Die Arbeit war so schön gewesen, bevor Professor Marsh an die Universität gekommen war. Sein Vorgänger war ihr Freund und Mentor gewesen und hatte ihr alles beigebracht, was sie heute über die Paläontologie wusste. Leider war er bereits kurz nach ihrem Abschluss emeritiert worden. Da alle führenden Paläontologen bereits gute Stellen an anderen Universitäten und Museen besetzten, war nur noch Marsh übrig geblieben, um die Arbeit ihres Mentors fortzusetzen. Bereits in der ersten Woche hatte Marsh versucht, bei Samantha zu landen, wurde jedoch von ihr abgewiesen. Zur Strafe hatte er sie in den Keller versetzt, wo sie die alten Sammlungen säubern und katalogisieren sollte. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn er nicht bereits einige Male unter irgendwelchen Vorwänden persönlich heruntergekommen wäre, um sie begrapschen zu können.
    Das letzte Mal hatte er ihr sogar an den Po gefasst, woraufhin sie einen von Gips ummantelten Knochen auf seinen Fuß hatte fallen lassen. Noch jetzt entsetzte es sie, dass sie damit beinahe einen über hundert Millionen Jahre alten Knochen zerstört hätte. Das war der Moment, in dem sie erkannt hatte, dass sie dringend eine Pause brauchte, und sie beantragte zwei Monate Ausgrabungszeit. Marsh, der seit dem Zwischenfall an Krücken lief, war ihr die meiste Zeit aus dem Weg gegangen. Er hatte wohl verstanden, dass er besser ihrem Gesuch zustimmte, bevor sie ihm noch mehr brach als nur den Fuß. Im Institut ging das Gerücht um, der Professor wäre über sein Ego gestolpert, und Sam sah keine Veranlassung, dem zu widersprechen. Als er ihr kurz vor ihrer Abreise scheinheilig lächelnd mitteilte, ihr bedauerlicherweise keinen Studenten zur Seite stellen zu können, weil derzeit alle an der Universität gebraucht würden, war er bei ihr vollkommen unten durch.
    Sam schüttelte die Gedanken an Marsh ab, zog den Kopf ein und betrat das Zelt. Sie war zufrieden mit ihrem Leben. Was konnte es Schöneres geben als einen Beruf, der mehr Hobby als Arbeit für sie war? Und dann noch die Stille und Einsamkeit dieser grandiosen Landschaft. Ein zufriedenes Lächeln breitete sich in ihrem Gesicht aus, während sie die Kameratasche über ihre Schulter hängte. Sam war genau dort, wo sie sein wollte: fernab von Städten, Menschen und ihren Machenschaften. Hier war sie nur ein kleiner Teil eines riesigen Ganzen, von Zeit,
Raum und Natur.
    Entschlossen, nicht noch mehr kostbares Tageslicht zu verschwenden, joggte sie den kurzen Weg zu ihrer Ausgrabungsstelle zurück. In spätestens einer halben Stunde würde es stockfinster sein, und dann wollte sie nicht unbedingt noch mitten
im Nirgendwo unterwegs sein, sondern lieber gemütlich in ihrem Zelt sitzen. Notfalls konnte sie die kleine Taschenlampe benutzen, die sie immer bei sich trug. Vorsichtig kletterte sie die steile, bröckelige Felswand herunter, die die fossilienreiche Schicht enthielt. Unten angekommen, steckte sie ein Maßgitter über dem Schädel fest, das später auf den Fotos die Größe, Lage und Abstände dokumentieren würde. Sie klappte das Blitzlicht aus und begann zu fotografieren.
    Eine ganze Weile vertiefte sie sich völlig in ihre Arbeit. Erst als es in der Spalte merklich dunkler wurde, schaute sie auf. Ein Blick in den Himmel zeigte ihr, dass die Sonne bereits seit einiger Zeit untergegangen war und die Dämmerung begonnen hatte. Die Felsen warfen tiefe Schatten, während der zuvor tiefblaue Himmel rötlich gefärbt war. Einige Augenblicke genoss sie einfach nur das Schauspiel, bis sie sich schließlich widerwillig daranmachte, ihre Ausgrabung mit Planen abzudecken, damit die Knochen nicht durch Umwelteinflüsse geschädigt wurden. Sam hatte es schon öfter erlebt, dass Fossilien Millionen von Jahren überstanden hatten, um dann doch noch durch die Witterung zerstört zu werden, nachdem sie ausgegraben worden waren. Ihrem Skelett sollte das nicht passieren, dafür würde sie sorgen. Nach einem letzten prüfenden Blick auf ihren Fund begann sie erneut mit dem Aufstieg.
    Oben angekommen wich die Abenddämmerung gerade der tiefen Nacht. Es war bereits merklich kühler als noch vor einer halben Stunde. Während des Tages schien die Sonne unbarmherzig auf das trockene Land, und sie vergaß, dass sie sich hier auf 1600 Meter Höhe befand. Doch nachts wurde es feuchter und vor allem unangenehm kühl. Fröstelnd schlang sie die Arme um sich, während sie vorsichtig über die kantigen Steine stieg. Nachdem sie mehrere Male gestolpert und beinahe gefallen war, holte sie fluchend die kleine Taschenlampe heraus. Sams
Nachtsicht war wirklich miserabel, was in der Stadt nicht ganz so schlimm war, aber hier in der Wildnis, ohne den hellen Schein der Straßenlaternen, fast völliger Blindheit gleichkam. Der dünne, aber starke Lichtstrahl ermöglichte es ihr, den Weg problemlos fortzusetzen.
    Sie war bereits auf halbem Weg zum Zelt, als sie ruckartig stehen blieb. Hatte sie eben ein Geräusch gehört? Prüfend blickte sie um sich. Nichts war zu erkennen. Die Dunkelheit umgab sie wie ein Leichentuch. Erschauernd rief sie sich zur Ordnung. Gar kein guter Vergleich in ihrer derzeitigen einsamen Lage. Dann hörte sie es wieder: Ein fernes Brummen, das langsam lauter wurde. Lauschend drehte sie sich im Kreis. Da war es! Es hörte sich an wie … ein Auto? Welcher Idiot fuhr hier nachts mit einem Auto über das Plateau? Schon bei Tag war es gefährlich, durch diese Landschaft zu fahren, wo sich urplötzlich ein Abgrund vor einem öffnen oder ein Steinschlag niedergehen konnte. Ganz zu schweigen von dem fast nicht zu navigierenden Terrain. Sie selbst war aus genau diesen Gründen mit einem Wüstenbuggy hierher gekommen, der extra für diesen Zweck gebaut worden war.
    Sam machte ein paar Schritte auf das Geräusch zu, dann blieb sie unschlüssig stehen. Kein normaler Mensch würde zu dieser Zeit hier herumfahren, woraus sie den Umkehrschluss zog, dass sich entweder jemand verirrt hatte, was eher unwahrscheinlich war, denn es gab im Umkreis von fünfzig Meilen keine Straßen, oder jemand aus kriminellen Gründen hier war. Wenn Letzteres der Fall war, wollte sie lieber nicht gesehen werden. Sie wusste, dass es nicht ganz ungefährlich gewesen war, als Frau alleine in der Wildnis zu arbeiten, aber sie hatte angenommen, zu weit von jeglicher Zivilisation entfernt zu sein, um auf ein anderes menschliches Wesen zu treffen. Anscheinend hatte sie sich geirrt. Ihre Hand um den Kopf der Taschenlampe gelegt, damit sie nur noch einen schmalen Lichtstrahl spendete, ging sie langsam auf das Motorengeräusch zu, jederzeit bereit, sich umzudrehen und wegzurennen. Vorsichtig umrundete Sam einen Hügel.
    So plötzlich, wie es begonnen hatte, erstarb das Geräusch. Sam lauschte in die Stille hinein und fragte sich gerade, ob sie sich das alles nur eingebildet hatte, als sie das Zuschlagen von Wagentüren und laute Stimmen hörte. Schnell hockte sie sich hinter einen großen Felsblock und lugte um die Ecke. Der Wagen stand quer zu ihrem Versteck. Im Licht der grellen Scheinwerfer sah sie zwei Männer, die um den Wagen herumgingen und sich dann fluchend an der hinteren Tür des Lieferwagens zu schaffen machten. Laut quietschend öffnete sie sich schließlich. Sam hielt unwillkürlich den Atem an. Die Männer stiegen hinein und kamen kurze Zeit später mit einem länglichen Gegenstand wieder heraus. Er schien schwer zu sein, denn sie trugen ihn nur bis vor die Scheinwerfer und warfen ihn dann zu Boden. Sam kniff die Augen zusammen. War das … ein Teppich? Fuhren diese Leute so tief ins Niemandsland, um dann einen alten Teppich wegzuwerfen? Nein, es musste etwas anderes dahinter stecken.
    Erschrocken riss sie die Augen auf. Der Stoff bewegte sich! Zwar nur ganz schwach, aber sie konnte es deutlich im Scheinwerferlicht erkennen. Irgendetwas Lebendiges war darin. Unvermittelt sah Sam ihre Vermutung bestätigt, dass niemand ohne einen Grund nachts in diese Gegend kommen würde.
    Einer der Männer trat kräftig gegen den Teppich und lachte. »… immer noch nicht erledigt?« Seine heisere Stimme klang deutlich bis zu ihrem Versteck.
    Sam hatte sich schon halb erhoben, um einzugreifen, als ihr klar wurde, dass es nichts bringen würde und außerdem viel zu gefährlich wäre. Sie hatte keinerlei Waffen bei sich und wäre für die beiden Widerlinge eine leichte Beute. Nein, so schwer es ihr auch fiel, sie musste in ihrem Versteck bleiben, bis der Wagen wieder verschwunden war. Ihre kurzen Fingernägel bohrten sich in ihre Handflächen, während sie hilflos beobachtete, wie die Männer immer wieder auf das in den Teppich gewickelte Opfer einschlugen.
    Dann erinnerte sie sich an ihren Fotoapparat. Leise holte sie ihn aus der Tasche und schaltete den Blitz aus, damit er sie nicht verriet. Sie drückte immer wieder auf den Auslöser, obwohl sie sich fast sicher war, dass man kaum etwas auf den Fotos erkennen würde. Polaroidkameras waren nicht gerade dafür bekannt, in der Dunkelheit und auf weite Entfernung gute Fotos zu machen, aber sie wusste nicht, was sie sonst tun könnte. Sie musste sich irgendwie beschäftigen. Und selbst wenn
nur auf einem der Fotos etwas zu erkennen sein würde, hätte es sich schon gelohnt. Sie konnte damit zur Polizei gehen und den Vorfall melden. Nach einer Weile holte einer der Männer eine Schaufel aus dem Wagen und fing an, ein Loch in den weichen Sand zu graben.
    Einige Minuten später nahm er ein Tuch aus seiner Gesäßtasche und wischte sich den Schweiß von der Stirn. »… könntest … helfen!«
    Der zweite Mann ließ von dem Bündel ab, ging wortlos zum Auto und kam mit einer zweiten Schaufel zurück. Gebannt richteten sich Sams Augen auf den Teppich. Los, das ist deine Chance!
    Als hätte er ihre Gedanken gehört, kam Leben in den Teppich. Langsam begann er, von den Männern wegzurollen. Sam biss in ihren Handballen, um ihn nicht laut anzufeuern. Schneller! Du schaffst es! Doch noch während sie das dachte, erkannte
sie, dass es nicht funktionierte. Einer der Männer hatte den Fluchtversuch bemerkt. Mit einem kraftvollen Hieb schlug der Mann mit der Schaufel auf den Stoff. Ein dumpfes Geräusch ertönte, das von einem Stöhnen abgelöst wurde, dann war Stille. Nur um sicher zu sein, schlug er noch ein paar Mal zu, bevor er sich wieder zu seinem Kumpan begab und weiter die Kuhle aushob.
    Vor Wut und Verzweiflung traten Sam Tränen in die Augen. Was sollte sie nur tun? Anscheinend wollten die beiden Kerle hier etwas Lebendiges vergraben. Minutenlang beobachtete sie den reglosen Teppichballen. Oder vielleicht hatten sie das Wesen bereits mit der Schaufel getötet und vergruben jetzt nur noch die Leiche? Egal, auf jeden Fall waren diese Männer Mörder. Sie würden bestimmt nicht davor zurückschrecken, einen Zeugen auszuschalten. So blieb Sam nichts anderes übrig, als zuzusehen, wie sie das Loch zu Ende gruben, die Schaufeln beiseite legten, jeder ein Ende des Teppichs aufnahm und ihn unter Ächzen in die Höhe zog. Dann holten sie Schwung und warfen ihn in das Erdloch. Sam wartete vergeblich darauf, dass sich der Stoff bewegte und das Opfer aus seinem Grab herauskroch. Die Männer standen noch eine Weile prüfend daneben, bevor sie damit begannen, die Erde wieder in das Loch zu schaufeln. Ihr höhnisches Gelächter hallte von den Felswänden wider.
    »… passiert … erwischen lässt …«
    »Schlaf schön!«
    Sam presste entsetzt eine Hand vor den Mund, damit ihr kein Laut entfuhr, und kroch dichter an den Felsblock. Wenn die Männer doch nur endlich verschwinden würden! Mit zitternden Fingern überprüfte sie, ob die kleine Handschaufel noch an ihrem Werkzeuggürtel hing, den sie bei Ausgrabungen immer dabei hatte. Sie machte noch ein paar Fotos, steckte die Kamera dann in die Tasche zurück und schob die entwickelten Fotos hinterher. Einige Minuten später warfen die Männer ihre Schaufeln wieder in den Lieferwagen, stiegen ein und fuhren mit aufheulendem Motor davon. Obwohl alles in ihr sie dazu drängte, sofort loszulaufen, zwang sie sich, ruhig sitzen zu bleiben, bis sie sicher sein konnte, dass die Verbrecher nicht wiederkommen würden. Vorsichtig kroch sie hinter dem Felsblock hervor und blickte sich aufmerksam um. Nichts war mehr zu sehen oder zu hören. So schnell sie konnte lief sie zu dem niedrigen Hügel, den die beiden Männer hinterlassen hatten.
    Schwer atmend kniete sie schließlich vor der lockeren Erde. Sam zog ihre Schaufel aus der Schlaufe und hielt zögernd inne. Sie hatte keine Probleme damit, alte Knochen auszubuddeln, aber wenn noch Fleisch daran hing, war das eine ganz andere Sache. Doch sie musste es tun, schließlich konnte das, was in dem Teppich war, noch leben. Selbst wenn nicht, musste sie zumindest wissen, womit sie es zu tun hatte, bevor sie die Polizei verständigte.
    Energisch riss sie sich zusammen und versenkte ihre Schaufel in dem trockenen Sand. Zum Glück hatten die Typen keine Lust gehabt, besonders tief zu graben. Bereits nach ein paar Zentimetern stieß sie auf etwas Hartes. Um nicht weitere Verletzungen hervorzurufen, grub sie vorsichtig mit ihren Händen weiter. Schon bald berührten ihre Finger den Stoff des Teppichs. Mit grimmig verzogenem Mund entfernte sie weiteren Sand. Durch den Stoff drang Wärme an ihre kalten Hände. Entweder war das Restwärme, oder es lag noch etwas Lebendiges in dem Loch. Mit der Taschenlampe leuchtete sie darauf, konnte aber nicht erkennen, um was es sich handelte. Mit der Lampe zwischen den Zähnen schob sie vorsichtig ihre Finger unter die oberste Schicht des Teppichs. Ohne Vorwarnung glitt etwas um ihr Handgelenk und zog sie nach unten. [...]

Wie es mit Sam weitergeht, erfahren Sie in 'Eine unheilvolle Begegnung'.